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Anlagenverwaltung mit Software: Wie Getränkehersteller ihre Förderanlagen im Griff behalten

In einer Abfülllinie laufen Flaschen und Dosen durch Dutzende Transporteure – vom Auspacker über Waschmaschine, Füller und Etikettierer bis zum Packer. Jeder Transporteur hat einen Motor, Ketten oder Modulbänder, Kettenräder, Gleitleisten, Geländer und Lager. Doch wer weiß genau, was wo verbaut ist und in welchem Zustand? Dieser Beitrag zeigt, was eine Software für die Anlagenverwaltung leisten kann – am Beispiel der Berk GmbH App.

2. November 2026 9 Min. Lesezeit Von der Berk GmbH, Viernheim
Kurz zusammengefasst
  • Förderanlagen in der Getränkeindustrie bestehen aus Hunderten ähnlicher, aber nie gleicher Teile. Verschleiß kommt schleichend – und wird teuer, wenn man ihn zu spät bemerkt.
  • Excel, Papier und lose Handyfotos führen zu vergessenen Teilen, falschen Mengen und Befunden, die niemand nachprüfen kann.
  • Eine gute Software gliedert die Linie bis zum einzelnen Antrieb, erfasst Teile aus einem einzigen Katalog, belegt jeden Befund mit Fotos und macht daraus direkt Bestellliste, Angebot und Auftrag.
  • Genau das leistet die Berk GmbH App – von der Aufnahme vor Ort bis zur Online-Beauftragung durch den Kunden.

1. Warum Förderanlagen so viel Verwaltung brauchen

Transporteure sind das Rückgrat jeder Abfülllinie. Fallen sie aus, steht der Füller – egal wie modern er ist. Ihre Verwaltung ist aus vier Gründen anspruchsvoll:

  • Viele ähnliche, aber nie gleiche Teile. Ketten in verschiedenen Breiten und Teilungen, Modulbänder, Magnetkurven, Gleitleisten als J-, U-, C- oder L-Profil, Sonderteile aus der eigenen Werkstatt. Zwei Transporteure, die gleich aussehen, unterscheiden sich oft im Detail.
  • Verschleiß kommt schleichend. Ketten längen sich, Kettenräder laufen ein, Gleitleisten schleifen ab. Niemand merkt es – bis Flaschen umfallen, sich Staus bilden, Glas bricht oder der Füller heruntertakten muss.
  • Stillstandsfenster sind knapp. Reparaturen müssen in geplante Stillstände: am Wochenende, beim Sortenwechsel oder in der Revision. Wer dann das falsche Teil hat, verliert das Fenster – und wartet auf das nächste.
  • Viele Beteiligte. Instandhaltung, Einkauf, Produktionsleitung, Geschäftsführung und externer Dienstleister brauchen dieselben Informationen – jeder mit einem anderen Blick.

2. Wo Excel und Papier an ihre Grenzen stoßen

In vielen Betrieben steckt das Wissen über die Transporteure im Kopf eines erfahrenen Schlossers, in einer über Jahre gewachsenen Excel-Tabelle und in Ordnern. Für eine Aufnahme wird Motor für Motor in eine Tabelle übertragen, Teilenummern werden in Katalogen gesucht, Fotos landen auf dem Handy und werden später zugeordnet. Das kostet Stunden am Schreibtisch – und das Ergebnis ist fehleranfällig:

  • Vergessene Teile: Die Kette wird getauscht, die verschlissenen Kettenräder nicht – und die neue Kette verschleißt doppelt so schnell.
  • Falsche Mengen: Wie viele Rücklaufrollen, Bordscheiben oder Meter Gleitleiste braucht ein Transporteur wirklich? Beim Zählen von Hand passieren Fehler.
  • Fotos ohne Zusammenhang: 300 Bilder auf dem Handy – aber zu welchem Transporteur gehören sie?
  • Mehrere Stände: Die Tabelle gibt es dreimal, keiner weiß, welche aktuell ist.
  • Wissen geht mit den Menschen: Geht der erfahrene Kollege in Rente, geht das Wissen über die Linie mit.
  • Befunde sind nicht belegbar: „Die Kette ist durch“ – sagt wer? Ohne Foto und Maß bleibt Raum für Diskussionen.

3. Was eine gute Anlagenverwaltung leisten muss

Aus unserer täglichen Arbeit an Förderanlagen haben sich sieben Anforderungen ergeben:

  1. Klare Struktur – vom Werk über die Linie bis zum einzelnen Antrieb, mit den Begriffen, die vor Ort benutzt werden.
  2. Schnelle Aufnahme an der Linie – mit dem Smartphone, Schritt für Schritt geführt, auch ohne Netz.
  3. Ein Teilekatalog als einzige Quelle – mit Maßzeichnungen und auch für eigene Sonderteile.
  4. Automatische Mengen – Kettenmeter, Rücklaufrollen und Bordscheiben werden berechnet, lassen sich aber jederzeit korrigieren.
  5. Befunde mit Beleg – jede Bewertung mit Fotos und einer klaren Maßnahme.
  6. Vom Befund zum Auftrag ohne Abtippen – Bestellliste, Angebot und Auftrag kommen aus denselben Daten.
  7. Zugang für den Kunden – der Betreiber sieht den Zustand seiner Anlagen jederzeit und kann direkt beauftragen.

4. Die Berk GmbH App im Detail

Die Berk GmbH App haben wir aus unserer täglichen Arbeit an Förderanlagen in der Getränkeindustrie heraus entwickelt und setzen sie bei unseren Aufnahmen in Brauereien und Abfüllbetrieben ein. So funktioniert sie:

4.1 Klare Struktur: von der Linie bis zum Antrieb

Die App folgt dem Aufbau Ihres Werks: Kunde → Standort → Anlage (Linie) → Maschinenabschnitt → Anlagenabschnitt. Ein Maschinenabschnitt reicht von Maschine zu Maschine, zum Beispiel Auspacker → Flaschenwaschmaschine oder Füller → Etikettierer. Jeder Anlagenabschnitt hängt an einem Motor – mit der Motornummer und Bezeichnung, die in Ihrem Werk gilt, etwa „113M1 Auslauf Füller“. So findet sich jeder sofort zurecht, ob in der Instandhaltung oder im Einkauf.

Linienübersicht in der Berk GmbH App mit Maschinenabschnitten
Die ganze Linie im Blick: Anlagenabschnitte nach Maschinenabschnitten gegliedert, mit Inhaltsverzeichnis und Bestellliste.

4.2 Aufnahme mit dem Smartphone – Schritt für Schritt geführt

Unser Techniker nimmt jeden Transporteur direkt an der Linie auf. Die App führt durch alle Schritte und zeichnet dabei eine Live-Skizze des Transporteurs maßstäblich mit – jede Spur, jede Kurve, jede Kette:

  • Spuren und Längen: Anzahl der Spuren, Länge Achse bis Achse, gerade oder Kurve, Kette oder Modulband.
  • Kette und Modulband aus dem Katalog mit Maßzeichnung. Den Kettenbedarf in Metern rechnet die App inklusive Zuschlag aus.
  • Kettenräder und Umlenkrollen je Spur – passend zur gewählten Kette vorgefiltert (Serie und Teilung).
  • Rücklaufrollen und Bordscheiben: Die App rechnet den Standard (z. B. Achsen × Kettenräder); jeder Wert lässt sich von Hand korrigieren.
  • Magnetkurven passend zur Spurzahl der Kurve.
  • Seitenleisten, Mittelleisten, Geländerprofile, Metallprofile, Lager und Ritzel – jeweils in einem eigenen Kapitel. Sind im selben Abschnitt verschiedene Teile verbaut, kommen sie mit „+“ dazu.
  • Teileauswahl in zwei Stufen: erst die Typen mit Icon (J-, U-, C-Profil, Flanschlager …) samt Status, dann die genaue Ausführung.
  • Fotos und Videos mit Notizen zu jedem Abschnitt, dazu ein Titelbild zum schnellen Wiedererkennen.

Weil es in der Halle oft keinen Empfang gibt, arbeitet die App auch ohne Netz: Alles wird auf dem Gerät gespeichert und später automatisch hochgeladen.

Aufnahme eines Transporteurs auf dem Smartphone mit Live-Skizze
Aufnahme am Smartphone: Die Skizze zeichnet Spuren, Kurven und Ketten schon während der Eingabe.

4.3 Ein Teilekatalog als einzige Quelle

Normteile kommen aus dem kompletten Herstellerkatalog von Movexii – über 1.000 Produkte mit rund 38.000 Ausführungen, inklusive Maßzeichnungen, die sich direkt an der Linie prüfen lassen. Alles, was es dort nicht gibt – Sonderprofile, Teile aus der eigenen Werkstatt, angepasste Maße –, steht im Berk-Katalog mit Zeichnung, Maßen, Material und Fotos.

Wichtig dabei: Der Katalog ist die einzige Quelle für die Stammdaten. Wird ein Maß im Katalog korrigiert – zum Beispiel die Innenbreite eines U-Profils –, gilt die Änderung sofort in jedem Abschnitt, in dem das Teil verbaut ist. Verschiedene Stände desselben Teils gibt es nicht mehr. Teile aus eigener Fertigung landen auf einem eigenen Werkstattblatt, Zukaufteile auf der Bestellliste.

4.4 3D-Ansicht der Linie

Aus den Aufnahmedaten erzeugt die App automatisch eine 3D-Ansicht jedes Transporteurs – mit Kurven, Spuren und auf Wunsch mit Flaschen oder Dosen. Das hilft bei der Planung von Umbauten und dabei, Kollegen die Lage zu erklären, die nicht vor Ort waren.

3D-Ansicht eines Transporteurs mit zwei Kurven
3D-Ansicht: ein Transporteur mit zwei Kurven – automatisch aus den Aufnahmedaten erzeugt.

4.5 Zustandsprotokoll mit klarer Ampel

Jeder Anlagenabschnitt wird auf drei Ebenen bewertet:

BewertungStufen
Zustandgut · Verschleiß · kritisch
Empfehlungin Ordnung · beobachten · erneuern
Dringlichkeitsofort · nächster geplanter Stillstand · innerhalb 6 Monaten · später

Zu jeder Bewertung gehören Befund, Maßnahme und Fotos. Das Protokoll beginnt mit einer Zusammenfassung und einem priorisierten Handlungsbedarf – was sofort erledigt werden muss, was in den nächsten Stillstand passt, was warten kann. Es steht als PDF mit Berk-Briefkopf bereit und lässt sich direkt ablegen.

Zustandsprotokoll mit Ampel-Bewertung
Zustandsprotokoll: Zusammenfassung, Dringlichkeit und jeder Befund mit Foto und Maßnahme.

4.6 Bestellliste, Excel und Angebot – direkt aus der Aufnahme

Weil jedes Teil und jede Menge je Abschnitt erfasst ist, erstellt die App auf Knopfdruck die Bestellliste für einen Abschnitt, einen Maschinenabschnitt oder die ganze Linie – auch als Excel-Datei. Unser Angebot folgt dem Aufbau des Protokolls, Abschnitt für Abschnitt, inklusive Montage und Anfahrt. Nichts wird abgetippt, nichts vergessen.

Angebot aus der Aufnahme erstellt
Angebot mit Positionen je Anlagenabschnitt – Netto, MwSt. und Brutto automatisch berechnet.

4.7 Kundenbereich: Zustand sehen, online beauftragen

Als Kunde haben Sie einen eigenen Zugang. Sie sehen auf einen Blick, wie viele Abschnitte sofort und welche beim nächsten Stillstand repariert werden müssen. Jeder Abschnitt zeigt Foto, Befund und Maßnahme – und einen Knopf „Beauftragen“. Einzeln, als Auswahl oder alle dringenden Reparaturen auf einmal; unterschrieben wird mit Maus oder Finger. Angebote, Aufträge und Anfragen stehen mit ihrem aktuellen Stand bereit.

Kundenbereich mit dem Zustand der Anlage
Kundenbereich: der Zustand der Anlage auf einen Blick – dringende Reparaturen mit einem Klick beauftragen.
Einzelne Abschnitte online beauftragen
Abschnitte direkt beauftragen – mit Name, Termin und Unterschrift.

5. Aus der Praxis: vier typische Befunde

Diese Fotos stammen aus einer echten Anlagenaufnahme der Berk GmbH. Sie zeigen, wie schnell aus kleinen Schäden ein Problem für die Linie wird – und warum ein Foto mehr sagt als jede Beschreibung:

Abgenutzte Kettenräder
Kettenräder abgenutztBeim letzten Kettentausch nicht mitgetauscht. Die neue Kette läuft jetzt auf eingelaufenen Zähnen und verschleißt vorzeitig.
Verschlissene Mattenkette
Mattenkette von 8,7 auf 7,5 mm verschlissenDie Verschlüsse halten bald nicht mehr. Gemessen und fotografiert lässt sich der Tausch für den nächsten Stillstand planen.
Verformtes Geländer
Geländer verformtDie Flaschen werden nicht mehr sauber geführt – die Folge sind Staus und Umfaller.
Überstehendes Federblech
Federblech steht über der KetteGenau hier fallen Flaschen um. Ein kleines Teil mit großer Wirkung auf den Output der Linie.

6. Die Vorteile auf einen Blick

01Schnellere AufnahmeDirekt an der Linie erfasst statt stundenlanger Excel-Arbeit im Nachgang.
02Vollständige BestellungenMengen werden berechnet, zusammengehörende Teile nicht vergessen.
03Befunde mit BelegJede Bewertung hat ein Foto – für „sagt wer?“ bleibt kein Raum.
04Planbare StillständeKlare Dringlichkeiten: was jetzt fällig ist, was beim nächsten Stillstand.
05Wissen bleibt im UnternehmenDie Linie ist dokumentiert – unabhängig von einzelnen Personen.
06Bessere EntscheidungenEinkauf und Geschäftsführung sehen Kosten, Prioritäten und Belege an einer Stelle.
07Weniger RückfragenBestellliste, Angebot und Auftrag kommen aus denselben Daten.
08Grundlage für vorausschauende WartungJede Aufnahme ergänzt die Historie Ihrer Anlage.

7. Der nächste Schritt: vorausschauende Wartung

Das Zustandsprotokoll ist eine Momentaufnahme. Seinen vollen Wert entfaltet es durch Wiederholung: Wird Ihre Anlage regelmäßig aufgenommen, zeigt die Historie, wie schnell Ketten, Kettenräder und Gleitleisten an jedem Transporteur verschleißen. Im Berk GmbH Wartungspaket lesen wir zusätzlich Betriebsdaten aus Ihren Maschinen aus und werten sie aus – Störungen, Stillstände, Durchsatz. So erkennen wir Trends, bevor etwas ausfällt, und planen Wartung und Instandsetzung in Ihre regulären Stillstände ein, statt auf Ausfälle zu reagieren.

Das Ergebnis: geringere Ausfallzeiten, höherer Output, weniger Notfall-Einsätze und besser ausgelastete Maschinen – vom Füller bis zum Packer.

8. Häufige Fragen

Müssen wir etwas installieren?

Nein. Der Kundenbereich läuft im Browser auf PC, Tablet oder Smartphone. Auf Wunsch lässt er sich wie eine App aufs Handy legen. Ihre Zugangsdaten erhalten Sie von der Berk GmbH.

Funktioniert die App in der Halle auch ohne Netz?

Ja. Die Aufnahme ist für die Halle gebaut: Eingaben und Fotos werden auf dem Gerät gespeichert und automatisch hochgeladen, sobald wieder Netz da ist.

Welche Teile lassen sich erfassen?

Ketten, Modulbänder, Kettenräder, Umlenkrollen, Rücklaufrollen, Bordscheiben, Magnetkurven, Seiten- und Mittelleisten, Geländerprofile, Metallprofile, Lager und Ritzel. Normteile kommen aus dem Herstellerkatalog mit Maßzeichnung, Sonderteile aus dem Berk-Katalog mit eigener Zeichnung und eigenen Maßen.

Wer sieht unsere Daten?

Nur Mitarbeiter der Berk GmbH mit Zugang und die Personen in Ihrem Unternehmen, die Sie benennen. Jeder Kunde sieht ausschließlich seine eigenen Anlagen. Gespeichert wird auf Servern in Deutschland.

Was kostet das?

Für unsere Kunden ist der Kundenbereich im Berk GmbH Wartungspaket enthalten. Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen die App in einer Demo und klären, wie sie zu Ihrem Betrieb passt.

Wir sind keine Brauerei – passt das trotzdem?

Ja. Die App ist für Förderanlagen mit Ketten und Bändern gebaut – in Brauereien genauso wie bei Abfüllern, Mineralbrunnen, Erfrischungsgetränke-Herstellern, Weingütern und anderen Getränkeherstellern.

Überzeugen Sie sich selbst

Ihre Anlage im Blick – ab der ersten Aufnahme

Wir zeigen Ihnen die Berk GmbH App in einer kurzen Demo mit Beispieldaten – oder starten direkt mit der Aufnahme Ihrer Linie im Rahmen unseres Wartungspakets.

Screenshots mit Beispieldaten (Kundennamen anonymisiert). Fotos aus einer echten Anlagenaufnahme der Berk GmbH. Mehr zur App: Berk GmbH App.

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